Muss Geschichte denn immer langweilig sein? Nein, und deshalb hat sich der Q1-Geschichtskurs von Frau Brand auf Exkursion ins Ruhr Museum Essen begeben.
Dort fanden wir die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“. Anlass für die Ausstellung war der hundertste Jahrestag des Ausbruchs des 1. Weltkrieges. Um das im Unterricht gelernte noch etwas zu vertiefen, nahmen wir an der Führung „Moderne Zeiten. Industrialisierter Krieg“ teil, die die neuen Kriegs- und Gewalterfahrungen an Front und Heimatfront aufgrund des technologischen Fortschritts in den Mittelpunkt rückte.

So ging es am 25.06.14 morgens mit Bus & Bahn nach Essen, um an der Führung teilzunehmen. Die Austellung in der ehemaligen Mischanlage der Kokerei erstreckte sich über vier Ebenen. Angefangen mit den Utopievorstellungen am Ende des 19. Jahrhunderts arbeiteten wir uns langsam über die damalige Gesellschaft im Kaiserreich, den technischen Fortschritt in der Vorkriegszeit und die Auswirkungen auf den 1. Weltkrieg zum Krieg selbst vor. Dabei standen vor allem die neuen Waffen, die Propaganda des Deutschen Reiches und die Zerstörung, die der Krieg hinterließ im Mittelpunkt. Besonders schockierend waren Wachsabdrücke von Soldaten, die von Granaten getroffen wurden. Fehlende Kiefer und mit Blasen überzogene Füße zeigten uns nochmal deutlich, dass dieser Krieg die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ war.
Auf der letzten Ebene fanden wir dann die Gesellschaft nach Kriegsende und den Weg der NSDAP zur Herrschaft über Deutschland.
All diese Informationen bekamen wir in der 90 minütigen Führung mit und es bestand Konses darüber, dass wir eine weitere Exkursion nächstes Jahr machen sollten.

Besonderer Dank gilt einerseits unserer freundlichen Führerin, die mit großem Fachwissen und Engagement uns in die Welt des Krieges eintauchen ließ und alle Fragen geduldig beantwortete, und Frau Brand, die diese Exkursion organisiert hat.