Wie bereits im letzten Jahr nahm das Gymnasium in den Filder Benden am Stolpersteinprojekt, das von dem Verein „Erinnern für die Zukunft“ und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Moers vorbereitet wurde, teil.
Am 27. August 2014 wurden vom Kölner Künstler Gunter Demnig 18 weitere Steine an neun verschiedenen p3Stellen der Stadt Moers in den Boden eingelassen. Es handelt es sich um quadratische Betonblöcke, auf deneneine beschriftete Messingplatte angebracht ist. Mit diesen Gedenktafeln wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Verlegt wurden die Gedenksteine vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz der Opfer.
Wir, vier Mädchen aus der 11. Klasse, haben uns freiwillig dazu bereit erklärt, mitzuwirken. Gemeinsamhaben wir uns über den 1941 deportierten und schließlich in Riga ermordeten Juden Karl Coppel und seine Familie informiert, um diese p1Informationen dann an alle anderen Teilnehmer der Verlegung weitergeben zu können. Die Verlegung der Stolpersteine für diese Familie auf der Prinzenstraße wurde von Gitarrenmusik begleitet. Danach waren wir an der Reihe. Mit einem zuvor gestalteten Plakat konnten wir die anwesenden Menschen darauf aufmerksam machen, was damals passiert ist. Anschließend wurden Rosen auf die Gedenktafeln gelegt. Unmittelbar danach wurden wir noch kurz interviewt.
Auch wenn es nur eine kurze Veranstaltung war, sind wir froh, dass wir die Möglichkeit hatten, diese mitzugestalten und damit Respekt gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus zu zeigen und zum Nachdenken über die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft anzuregen, um alle Formen von Diskriminierung entschieden zu bekämpfen.