3D-Druckerspende der Sparda-Bank West eröffnet neue Möglichkeiten

Dass der 3D-Drucker in den Unterricht gehört, steht für das Gymnasium in den Filder Benden schon seit zwei Jahren fest. Damals bekamen die Informatiklehrer ihren ersten, wenn auch sehr einfachen, 3D-Drucker. Nach mehreren Schulungen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal wurden Roboter-Figuren, Ersatzteile für Automodelle und Schlüsselanhänger gedruckt.

Wenn heute Frau Roswitha Weyandt, Vertriebsleiterin der Sparda-Bank für Duisburg und Moers, einen neuen, leistungsfähigeren 3D-Drucker überreicht, dann ist diese Spende sehr willkommen!
„Schon früh mussten wir erkennen, dass ein einziger 3D-Drucker im Bestand einer Schule für den Regelunterricht nicht ausreichend ist“, erläutert Informatiklehrer Marc Lachmann. Schon bei kleinsten Modellen beträgt die Druckzeit mehr als 30 Minuten. Aufwändigere Produkte, wie z.B. das Fahrwerk eines Modellautos, dauern mehrere Stunden. Viel zu lang, um die Produkte aller Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.

Der neue 3D-Drucker, der vom Prinzip wie eine Heißklebepistole funktioniert, ist deutlich schneller und druckt vor allem viel genauer. Dies ist auch dringend notwendig, da man ab diesem Schuljahr erstmalig in den Jahrgangsstufen 6/7 den Profilkurs „Robotik“ durchführt. Dabei steht neben dem Einstieg in die Programmierwelt auch die Nutzung von 3D-CAD-Software auf dem Lehrplan. Die Software ermöglicht das mehrdimensionale Zeichnen einer Roboterfigur. Im Anschluss an die Konstruktionsphase soll die Figur ausgedruckt werden. Dies ist nicht nur sehr motivierend, sondern macht den Produktionsprozess von der Planung über die Zeichnung bis hin zum 3D-Druck deutlich.

Die Genauigkeit des neuen 3D-Druckers kommt auch dem Projektkurs der Oberstufe (11./12. Klasse) zugute, die sich mit dem Thema „Computerunterstützte Mobilität“ beschäftigt. Autonom fahrende Autos, Gabelstapler, Rollstühle oder Kanalreinigungsfahrzeuge sind Beispiele, die in naher Zukunft im Alltag eine immer größere Bedeutung haben werden. Die erdachten Fahrzeugmodelle des Projektkurses sollen Lösungen für die spezifischen Problemstellungen geben. Mit Hilfe des 3D-Druckers können diese Lösungen nicht nur am Computer simuliert, sondern ausgedruckt und am Modell ausprobiert werden.

Darüber hinaus haben andere Fächer, wie z.B. Biologie und Kunst, Interesse an einem Einsatz des 3D-Druckers. „Die Spende der Sparda-Bank West eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten“, so Marc Lachmann. Er freut sich schon auf die staunenden Gesichter des 6er-Profilkurses. Die Oberstufenschüler müssen sich allerdings noch etwas gedulden, bevor sie ihre Modelle drucken können.