Wenn er nicht unterrichtet, Fahrrad fährt, oder…, dann recherchiert er und publiziert:

Ulrich Schnakenberg (siehe Foto, Bildmitte) hat das umfangreiche Archiv des 2008 verstorbenen Karikaturisten Fritz Behrendt erneut gesichtet. 150 aus einem überbordenden Fundus von rund 20.000 Zeichnungen wählte er aus, um ein Stück Zeitgeschichte zu beleuchten, dessen Ende erst rund 30 Jahre zurückliegt: die Zeit des Kalten Krieges. Der Autor aus Trompet hat es sich zum Ziel gesetzt, die Stationen des Systemkonflikts zwischen Ost und West, zwischen Kommunismus und Kapitalismus in seinen wichtigsten Ereignissen für die an Geschichte interessierten Leser seines Buches „Der Kalte Krieg in Karikaturen. Eine visuelle Geschichte des Ost-West-Konflikts“ nachzuzeichnen.

„Hierbei bilden die Karikaturen des berühmten deutsch-niederländischen Zeichners Fritz Behrendt eine außergewöhnlich anschauliche Quelle, die den Leser zu einer selbstständigen Auseinandersetzung mit der Epoche des Kalten Kriegen anregen soll“, teilt Ulrich Schnakenberg in einer Pressemitteilung mit. Wie bereits in seiner ersten Veröffentlichung mit Behrendts Karikaturen über Helmut Schmidt bietet er auch im neuen Buch eine Menge zum Gucken und zum Lesen: Er hat alle relevanten Daten, Fakten und Geschichten über die Zeit des Kalten Kriegs zusammengetragen: Ost und West, BRD und DDR, Mauerbau, Volksaufstände in Europa, Kubakrise, Auf- und Abrüstung sowie Vietnam- und Afghanistankrieg. „Behrendts gezeichneten Kommentare (…) zeigen ein ungeschminktes Bild vom Zeitalter der Bipolarität“, erklärt er.

Der Autor und Herausgeber studierte an den Universitäten Kassel und Leeds. Seit der Promotion und einem längeren Aufenthalt in Großbritannien als Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts London hat er regelmäßig Lehraufträge an den Universitäten Kassel und Duisburg-Essen inne. Der Historiker, der am Gymnasium in den Filder Benden Geschichte und Politik unterrichtet, lässt sich zu den Experten für die politische Karikatur des 20. Jahrhunderts zählen. Fritz Behrendt hat Ulrich Schnakenberg nicht mehr persönlich kennengelernt. Dieser hatte mehr als 50 Jahre lang als politischer Zeichner für renommierte Tageszeitungen, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet und mit spitzer Feder das jeweils aktuelle Weltgeschehen kommentiert.

Siehe auch:http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moers/autor-zeigt-kalten-krieg-in-karikaturen-aid-1.7139923