Pädagogik am FilderBenden

Im Fach Erziehungswissenschaft wird der Schüler mit Fragen der Erziehung, Entwicklung und Sozialisation konfrontiert. Anhand eigener Erfahrungen, exemplarischer Fallbeispiele und theoretischer Überlegungen wird der Begriff Erziehung erarbeitet.

Dabei soll immer wieder das eigene Erfahrungsfeld als Ausgangspunkt von Theoriebildung herangezogen werden. Neben der Frage, wie Erziehung in unserer Gesellschaft und in anderen Kulturen gesehen und bewertet werden kann, werden auch unterschiedliche Schulmodelle, sozialpädagogische Arbeitsfelder, Bereiche der Psychologie zum Unterrichtsgegenstand gemacht und auf ihre Erziehungsleistungen hin befragt.

Sozialpraktikum im LK Pädagogik

Seit dem Schuljahr 2002 gehört die Teilnahme an einem einwöchigen Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 12.2 zum normalen Unterrichtsprogramm des Leistungskurses Pädagogik. Die Anregung, Praktika in diesem Fach durchzuführen, kam von einem Schüler des damaligen LKs selber: nicht mehr nur über pädagogisches Handeln anhand konstruierter Fälle und Erklärungsansätze nachdenken, sondern „mitten drin sein und etwas tun können“.... FachkollegInnen unterstützten das Vorhaben der engagierten Lerngruppe; schulische Gremien sicherten den institutionellen Rahmen, nachdem sie ihre Arbeit (z.T. mit hohem persönlichem Einsatz über die vorgegebene Zeit hinaus) und die Präsentation und Reflexion ihrer Erfahrungen in der Auswertungsphase (13.1) abgeschlossen hatte.

Die Praktikumsstellen

Die SchülerInnen des LKs können selber wählen, bzw. sollten ihre neuen Tätigkeitsfelder mit Hilfe der FachlehrerInnen weitgehend selber organisieren. Die Interessensschwerpunkte lagen, bzw. liegen im Bereich der (Vor)Schulerziehung (z.B. Kindergärten,Kindertagesstätten, Grund- und Sonderschulen), schliessen auch die Arbeit mit Behinderten ein (z.B. Wohngruppe für Behinderte, Behindertenwerkstatt), den Bereich Altenpflege (z.B. Seniorenheim) und therapeutische Maßnahmen bei Entwicklungsstörungen (z.B. Praxis für Ergotherapie, Kindertagesklinik). Die Wahl der jeweiligen Einrichtung als Praktikumsstelle sollte sich jedoch, so weit möglich, am örtlichen Angebot orientieren.

Die Zielsetzungen

Neben der Möglichkeit, das weitgehend Theorielastige des Fachunterrichtes um konkretes Erleben und Handeln im (sozial-)pädagogischen Feld zu erweitern, können die bisher im Unterricht erarbeiteten wissenschaftlichen Erkenntnisse überprüft werden. Ausserdem erleben sich SchülerInnen hier stärker als aktiv, weitgehend selbstbestimmt, entwickeln oder erweitern ihre soziale Kompetenz, lernen aber auch Strukturen und Grenzen der jeweiligen Institution kennen und können u.U. ihre berufliche Perspektiven entwickeln und präzisieren.