Religion am FilderBenden

Der Religionsunterricht, dessen primäre Bezugswissenschaft die Theologie ist, stellt die Frage nach Gott und der Welt, nach Religion, nach Glaube und Kirche und versucht, die SchülerInnen zu befähigen, eigene tragfähige Antworten zu finden auf die Sinnfragen des Lebens und ihnen Wege aufzuzeigen zur verantwortlichen Gestaltung des eigenen und auch des gesellschaftlichen Lebens.

Er setzt nicht gläubige SchülerInnen voraus, sondern junge Menschen, die bereit sind, sich einzulassen, um in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen eine eigene Sichtweise zu gewinnen. Der Religionsunterricht will Scheinsicherheiten aufbrechen, vermeintlichen Glauben ebenso wie gedankenlosen Unglauben. Den gläubigen SchülerInnen hilft er, sich bewusster für den Glauben zu entscheiden, den suchenden bietet er die Möglichkeit, die Antworten der Kirche oder der Bibel auf seine Fragen kennen zu lernen und sich mit ihnen auseinander zu setzen, und denjenigen, die sich als ungläubig betrachten, ist im Religionsunterricht die Gelegenheit gegeben, den eigenen Standort klarer zu erkennen oder auch zu revidieren.

Inhalte des Religionsunterrichts in der Sekundarstufe I und II sind die Beschäftigung mit der Sprache der Religion, der Umgang mit der Bibel, die Beschäftigung mit der Kirche und ihrer Geschichte, die Annäherung an Formen der Liturgie und des Gebets, die Kenntnis konkreter Ausprägungen von Konfessionen und Religionen, die Auseinandersetzung mit Grundlagen und Maßstäben verantwortlichen Handelns aus christlicher Motivation sowie das Wahrnehmen christlicher Gestalten als Antwort auf Herausforderungen ihrer Zeit und als Modelle für christliches Handeln heute.

Der Religionsunterricht der Oberstufe baut auf den in der Sekundarstufe I erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen auf, führt diese fort, erweitert und vertieft sie.