Schulprogramm

Das Gymnasium in den Filder Benden als Gemeinschaft von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern hat ein Programm erarbeitet, um angesichts der Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft auch künftig qualifiziert seinem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden zu können.

Auf der Grundlage des Bewährten ist ein Konzept entwickelt worden, dessen Tragfähigkeit an seinen Auswirkungen auf die Praxis zu messen sein wird. In einem stetigen Diskussions- und Evaluationsprozess mit allen an der Schule beteiligten Gruppen ist für eine kontinuierliche, an Wissenschaft und Praxis orientierte Fortschreibung Sorge zu tragen.

LOGO Gymnasium_Filder_BendenDieses Programm beschreibt den Orientierungsrahmen einer inneren Schulentwicklung. Eine Weiterentwicklung von Schule im Sinne der hier formulierten Leitideen ist jedoch von Seiten der Schulgemeinde nur dann zu leisten, wenn sich die politisch gesetzten Rahmenbedingungen, insbesondere die personelle und materielle Ausstattung, entscheidend und anhaltend verbessern.

Der Erziehungs- und Bildungsauftrag von Schule orientiert sich auf Vermittlung und gemeinsame Erarbeitung von

  1. Elementen einer Allgemeinbildung
  2. fachspezifischen Grundlagen
  3. ethisch-sozialen Wertvorstellungen
  4. interkulturellem Miteinander
  5. Praxisorientierung
  6. zukunftsorientierter Handlungskompetenz

Die Anerkennung dieser Bildungsvorstellungen hat Konsequenzen für das Miteinander aller beteiligten Gruppen.

Um die im Erziehungs- und Bildungsauftrag formulierte Zukunftsfähigkeit zu erreichen, setzen die am Schulleben beteiligten Gruppen sich folgende Ziele:

Schülerinnen und Schüler

Anstrengungsbereitschaft und persönliches Engagement bei

A) der Entwicklung von

  • sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstdisziplin, Ausdauer, Toleranz, Respekt, Verantwortung für sich selbst, den Mitmenschen und die Umwelt, Kritik- und Konfliktfähigkeit
  • Verständnis und Toleranz im Umgang mit fremden Kulturen und Sprachen, Werten und Normen, d.h. interkultureller Kommunikationsfähigkeit, europäischem Denken
  • künstlerisch-musischen Fähigkeiten
  • methodischen Fertigkeiten mit dem Ziel der Selbständigkeit (Teilnahme an Praktika, Gestaltung von praxisbezogenem Unterricht, Teilnahme an Angeboten auch außerhalb der Unterrichtszeiten)
  • Lernbereitschaft (Freude am Lernen, Entwicklung selbständigen Arbeitens, Identifikation mit der Schule)

und B) bei der Aneignung

  • der Methodik und der Ergebnisse des naturwissenschaftlich-mathematischen Bereichs
  • eines reflektierten und bewussten Umgangs mit moderner Technologie, insbesondere in den Bereichen der Kommunikationstechnologie (EDV) und der Medien
  • von Regeln der demokratischen Mitarbeit in den durch Schülerinnen und Schüler mit zu besetzenden Gremien (z. B. Schülervertretung, Schulkonferenz)

Lehrerinnen und Lehrer

Arbeit, die geprägt ist von

  • Transparenz und Einschätzbarkeit von Lehrerverhalten
  • dem Bewusstsein, einer Werteerziehung, getragen von gegenseitigem Respekt und Solidarität, verpflichtet zu sein
  • der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in allen Fächern unter Berücksichtigung der Individualität des Schülers/der Schülerin
  • der Bereitschaft zur Weiterentwicklung und Weiterbildung (bezüglich fachlicher Methoden und Sozialformen)
  • dem Bestreben nach weiterer öffnung des Unterrichtes für das Umfeld der Schule und die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler einschließlich der Medien (Praxisorientierung)
  • der Transparenz von Leistungsanspruch und Verfahren der Leistungsmessung (Transparenz der Leistungsbewertung)
  • dem Engagement zur Mitarbeit in Gremien (z. B. Ausschüsse, Projektwoche, Schulfest)

Eltern

  • Erfüllung des primären Erziehungsauftrages im häuslichen Bereich
  • Unterstützung der Schule bei der Erfüllung des Erziehungsauftrages als Aufgabe mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung und Verantwortung, aber gemeinsamer Zielsetzung
  • bewussten Einbeziehung der Lernförderung der Kinder in die Gestaltung des familiären Lebens
  • Erziehung zu wissbegierigen und kreativen Kindern
  • Einsatzbereitschaft zum Wohl der Schule, wo dies gesellschaftlich und politisch erforderlich ist
  • Mitarbeit in zu besetzenden Gremien (z. B. Schulpflegschaft, Schulkonferenz) und überall dort, wo Schulleben stattfindet

Die Schule möchte wesentlich Mitverantwortung für die Gestaltung und Weiterentwicklung der zukünftigen Gesellschaft tragen und ihre Schülerinnen und Schülern dabei unterstützen, sich zu handlungsfähigen und politisch verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln. Auch im Hinblick auf den europäischen Einigungsprozess und die damit verbundenen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen sieht sich die Schule vor die Aufgabe gestellt, ihren Schülerinnen und Schülern eine diesen Anforderungen entsprechende Ausbildung zu vermitteln.

Der Erwerb von Wissen und sozialer wie methodischer Kompetenz ist verknüpft mit dem Leistungsprinzip, dem sich die Schule verpflichtet sieht.

Das schließt jedoch Freiräume auch außerhalb des traditionellen Fächerkanons ein, die Motivation und spezifische intellektuelle Interessen wecken und verstärken.

Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern haben sich im Wege einer freiwilligen, demokratischen Vereinbarung diese Leitideen als verbindliche Orientierung gegeben und beschlossen, sich auf deren Konkretisierung in unserem Lebensraum Schule einzulassen.

Leitprinzip:

Unsere Schule kann sich nur weiterentwickeln, wenn die Vernetzung und der Austausch zwischen allen Beteiligten im gegenseitigen Dialog stattfinden.