Eröffnungsveranstaltung des Projektes „GFB 21“ im Moerser Rathaus

Kommunalpolitik und Bürgerbeteiligung am GFB

Bürgermeister Christoph Fleischhauer stellt sich den Fragen der Schüler
Bürgermeister Christoph Fleischhauer stellt sich den Fragen der Schüler

Am 22.10.2015 fand im alten Moerser Rathaus die Auftaktveranstaltung des innovativen Bildungsprojektes „GFB 21“ zum Thema „Politik auf kommunaler Ebene“ statt. Das im feierlichen und offiziellen Rahmen eröffnete Lehrforschungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Christoph Fleischhauer und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Radomski.
Gemeinsam mit den Partnern – Sparda-Bank West eG, NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen, Edeka Rhein-Ruhr und HKS Informatik GmbH – wurde das auf Dauer angelegte Projekt „GFB 21“ an der Schnittstelle von Universität, Schule und Unternehmen an diesem Abend der Öffentlichkeit vorgestellt.

Fokus: Mitwirkung an Parkflächen der Stadt Moers

Schulleiter Arndt van Huet stellte in seiner Eröffnungsrede nach der Begrüßung der Gäste vor allem die neun Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die dieses Lehrforschungsvorhaben realisieren werden, in den Fokus des Einstiegsprojektes von „GFB 21“. Es sei eine große Chance und Herausforderung bei der Entwicklung einer Nutzungsordnung für die Parkflächen der Stadt Moers aktiv und gestalterisch mitwirken zu können. Herr van Huet hob hierbei den hohen handlungs- und anwendungsorientierten Praxisbezug und die Realsituation des Projektes hervor. Konkret geht es um den Schlosspark und den Freizeitpark Kapellen. Damit grenze sich das Forschungsprojekt erheblich von dem eher theoretischen Unterrichtsalltag ab. Die Bereitschaft von Frau Radomski und Herrn Fleischhauer, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen, unterstreiche den hohen Stellenwert dieses Lehrforschungsprojektes. Die Transparenz und Offenheit der Stadt bzgl. einer Zusammenarbeit mit den Schülern – z.B. um Fachgespräche mit entsprechenden Verwaltungsspitzen zu führen – sei für den Erfolg des Projektes unabdingbar, so Schulleiter Arndt van Huet. Daher sei man froh, einen solchen „Auftraggeber“ für das erste Projekt gewonnen zu haben.

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Förderer: Sparda-Bank West eG

Dass ein solches Projekt überhaupt verwirklicht werden konnte, verdankt das Gymnasium in den Filder Benden der sehr großzügigen finanziellen Unterstützung der Sparda-Bank West eG in Höhe von 10.000 Euro. Die symbolische Scheckübergabe durch die Vertriebsleiterin Roswitha Weyandt symbolisiere einmal mehr die außergewöhnliche, jahrelange Zusammenarbeit des Gymnasiums mit der Sparda-Bank, so Roswitha Weyandt. Es sei schön, die Realisierung eines so praxisnahen Forschungsprojektes unterstützen zu können, erklärte die Vertriebsleiterin.

Die politische Bedeutsamkeit der Entwicklung einer Nutzungsordnung für die Parkflächen der Stadt Moers stellte Bürgermeister Christoph Fleischhauer in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Die öffentlichen Grünflächen der Stadt beträfen nun einmal alle Moerser Bürger. Erwartungsvoll sei er auf die empirischen Ergebnisse der Studie und inwiefern die Schüler kommunalpolitische Entscheidungsprozesse initiieren können. Ein weiterer Nebeneffekt der Schülerarbeit sei, dass die Moerser Politik so entlastet werde, fügte der Bürgermeister schmunzelnd hinzu.
Die Schülerinnen und Schüler erlernen die wissenschaftlichen Grundlagen im Rahmen von universitären Schulungen und Workshops des Kooperationspartners NRW School of Governance der Universität Duisburg Essen.
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Folgeprojekt ist schon geplant

Da es sich bei „GFB 21“ um ein dauerhaft angelegtes Vorhaben handelt, steht das Folgeprojekt schon in den Startlöchern. Ab dem nächsten Schuljahr werden Schülerinnen und Schüler dann für die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr die Bedeutung eines zukunftsorientierten Employer Branding für die Zielgruppe der jungen Erwachsenen unter der zentralen Fragestellung „Was erwarten 20 bis 30jährige von einem guten Arbeitgeber?“ erforschen. Alexandra Manns von der Personalentwicklung der EDEKA Rhein-Ruhr betonte, dass bei dieser „Case Study“ die selbstständige Erarbeitung eines Lösungsansatzes durch die Schülerinnen und Schüler unter Einbezug wissenschaftlicher, universitärer Methoden im Vordergrund stehe.
In der anschließenden Paneldiskussion erörterten Christoph Fleischhauer, Kerstin Radomski und Dr. Toralf Stark (Universität Duisburg-Essen) unter der Moderation von Dr. Kristina Weissenbach von der NRW School of Governance und GFB-Schüler Tom Bleckmann wie Bürger an kommunaler Politik partizipieren können und wie Politik auf kommunaler Ebene funktioniert.
Der sehr kurzweilige Abend endete in kleinen Gesprächsrunden, bei denen sich die Gäste und die Mitwirkenden des Projektes kennenlernen und erste intensive Gespräche zum Projekt führen konnten.

Pia Löw