Frischer (West)Wind in unserer Aula – wir freuen uns auf das Theaterfestival

Wir freuen uns, dass unser Partner das Schlosstheater dieses Jahr das  25. Jubiläum des Moerser Kinder- und Jugendtheaterfestivals Penguin´s Days feiert und daher das 33. Theatertreffen NRW für junges Publikum WESTWIND ausrichtet und dass wir Gastgeber für einige Veranstaltungen sind.

Zur Zeit ist die folgende Aufführung bei uns zu Gast: „Niet Drummen“ (Trommeln!) vom theater de spiegel aus Belgien. Das Publikum ist eingeladen in ein geheimnisvolles Zelt. Murmeln, Kugeln, Bälle und Trommeln setzen sich wie magisch in Bewegung und erzeugen einen mitreißenden Rhythmus. An den Zeltwänden entsteht zugleich ein Schattenspiel der Instrumente. Ein Silhouettenkünstler, ein Flötist-Saxophonist und ein Percussionist entführen das Publikum in ein Abenteuer aus Klängen, Geräuschen, Beats und Musik.

Im Rahmen des Festivals werden wir außerdem zur „Old School“, einem öffentlichem Raum, in dem man sich ganz ‚old school‘ trifft und miteinander ins Gespräch kommt und diskutiert. Es wird Arbeitsgespräche und Inszenierungsgespräche geben. Am Dienstag, den 20.06.2017 um 20 Uhr findet eine spannende Debatte zum Thema „Die offene Gesellschaft“ statt.

Das Programm des Festivals sagt dazu: „Die sogenannte offene Gesellschaft ist unter Druck. Überall in Europa erstarken rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien, Feinde einer offenen Gesellschaft sitzen in den Parlamenten oder Regierungen fast aller europäischer Länder, Ausgrenzungswünsche nehmen zu und es breitet sich eine Kultur des Hasses aus, der zunehmend auch die Mehrheitsgesellschaft infiltriert.

Gleichzeitig hat in unserer Gesellschaft eine Debatte über die Frage „Welches Land wollen wir sein?“ begonnen. Wollen wir eine offene Gesellschaft sein, geleitet von Freiheits- und Menschenrechtsidealen, oder eine exklusive Gesellschaft, die ihre Identität vor gefühlten äußeren Bedrohungen sichert? Und wenn wir eine offene Gesellschaft sein wollen: Was sind wir bereit, dafür zu tun?

Nach dem Vorbild amerikanischer Townhall-Debates geben die eingeladenen Gäste als Impulsgeber*innen kurze Statements, im Anschluss daran wird offen und gemeinsam im Saal diskutiert. Wir wollen im Rahmen von WESTWIND diese Debatte führen und dazu beitragen, dass sich die Kinder- und Jugendtheater in NRW weiterhin für eine offene Gesellschaft stark machen. Impulse gibt es von der Regisseurin Hannah Biedermann von der Gruppe pulk fiktion: Für die Arbeit der Gruppe ist eine zentrale Frage, wie ein gemeinsames Leben mit allen Generationen, Nationen und Kulturen und ein zeitgenössisches Theater für alle aussehen können.Antje Dijksma (Alt-Moerserin) und Elie Azzi (Neu-Moerser) berichten, wie Begegnungen zwischen Geflüchteten und Ortsansässigen auf Augenhöhe gelingen können.

Sascha Ivan zeigt in der Initiative „Tellavision“ wie man ein Modelabel für Menschenrechte gründen und erhalten kann.

Der Autor Jörg Menke-Peitzmeyer und der Festivalmacher und Übersetzer Hakan Silahsizoglu berichten über ihr Leben in Istanbul, einer Stadt, die von einer offenen Stadt in eine geschlossene Stadt verwandelt werden soll.

Jan Schmidt vom Backa Teater aus Göteborg berichtet über das Recherche-Projekt zu dem Theaterstück „Acts of Godness“: Junge Menschen aus Griechenland, Serbien, Deutschland, Frankreich, Rumänien, Ungarn, England, Italien, Spanien, Finnland, Niederlande und Schweden haben die Frage beantwortet, ob sie in ihrem Leben jemals einen Akt der Güte vollzogen haben.

Moderation: Stefan Keim, Journalist und Autor

Wir freuen uns auf spannende Begegnungen!