Film ab! in Moers

Schülerinnen und Schüler des GFB erleben und gestalten diesmal zwei Dokumentarfilmfestivals

Unsere Schülerinnen und Schüler kuratierten und moderierten einen eigenen Kinoabend in Moers, waren beim Filmpreis ‚Große Klappe‘, interviewten die Preisträgerin, schauten viele außergewöhnliche Filme und kamen mit Filmemachern ins Gespräch.

Seit vielen Jahren kooperiert das GFB mit doxs!, dem Dokumentarfilmfestival für Kinder und Jugendliche, das zur Duisburger Filmwoche gehört. Da man gar nicht genug gute Filme sehen kann, gibt es inzwischen auch noch doxs ruhr als eigenständiges Festival (früher ein Satellit von doxs!). Somit boten sich unserer Schülerschaft einmalige Gelegenheiten sich mit ganz besonderen Filmen auseinanderzusetzen. 

Abschlussbild mit allen Beteiligten

Es ging los mit doxs ruhr und einem Kinoabend am 3.11.2022 im Alten Landramtsamt. Amelina Holzmann, Dunja Boukricha, Leonidia Pantazi und Marvin und Steve Sandhoop hatten die Filme „Love, Dad |Milý tati” von Diana Cam Van Nguyen und “A Youth” von Giorgio Bosisio für die Leinwand ausgewählt. Souverän und kundig führten sie durch den Abend und interviewten ihren Gast, den italienischen Filmemacher Giorgio Bosisio.Die Arbeit der SchülerInnen bei doxs ruhr war so beeindruckend, dass sogar die Fachpresse über das Projekt berichtete. Hier geht es zu dem Artikel (nach einigen einleitenden Worten wird das Moerser Projekt als erstes vorgestellt): https://mediendiskurs.online/beitrag/entdeckt-bei-doxs-ruhr-im-november-beitrag-772/

Die Jury mit Amelina (obere Reihe, erste von links), Laura sieht man auf dem Beitragsbild vorne rechts

Ein weiterer Höhepunkt war wie jedes Jahr die Preisverleihung der ‚Großen Klappe‘, dem großen Preis von doxs!, der von einer reinen Schülerjury verliehen wird. Von unserer Schule waren Laura Ortmann und Amelina Holzmann dabei, die zudem sehr professionell die Verleihung am 11.11.2022 im Filmforum Duisburg mitmoderierten. Es gewann tatsächlich der Film, der auch für unsere SchülerInnen bei doxs ruhr der Favorit war: „Love, Dad |Milý tati” von Diana Cam Van Nguyen.

Der Philosophiekurs mit Diana Cam Van Nguyen


Der Philosophiekurs der Q2 vertrat unsere Schule bei der Preisverleihung und schnupperte noch ganze besondere Festivalluft: Er durfte die Preisträgerin kennenlernen und interviewen und blieb abschließend noch zum letzten Film, einer Doku über ein Model und dessen virtuellen Avatar.

Natürlich gab es im Rahmen der zwei Wochen Filmfestivals ebenfalls mehrere Screenings in der Schule. Besonders viel Eindruck hinterließen die Filmvorführungen mit anschließendem Gespräch mit zwei Filmemacherinnen:

Der Film „Polarbear Town“ beeindruckte mit hypnotischen Bildern aus dem arktischen Winter und der klugen Darstellung des Umgang der Einwohner und der Medien mit den Eisbären, die jedes Jahr in Churchill (Kanada) darauf warten, dass die See zufriert, damit sie darauf jagen können. In einem lebhaften Gespräch mit Anabelle Amoros, der Filmemacherin, erfuhr der Kurs, dass diese Koexistenz eigentlich recht friedlich verläuft, aber in den Medien das Bild vorherrscht, dass die Bären eine akute Bedrohung darstellen.

Screening mit Laura Wadha

Die Filmemacherin Laura Wadha bringt in ihrem Film „Born in Damaskus“ eine Seite von Syrien, die wir eigentlich alle nicht kennen, auf die Kinoleinwand. Sie zeigt ihre Kindheitserinnerungen von vor dem Krieg, wie z.B. eine wunderschöne Küste im Sonnenschein und Familienfeste. Zudem werden Chatgespräche mit ihrer Cousine, die sich nicht mehr an ihre Kindheit in Syrien erinnern kann, abgebildet. Die existentiellen Themen dieses Films ‚Wie kann man Erinnerung bewahren, wie kann man Beziehungen leben, wenn man über die ganze Welt verstreut wohnt?‘ berührten den Kurs sehr.