Global Perspectives on Climate Change and Classism

Ein internationaler Workshop im Religionsunterricht

Das internationale SCI-Team mit den Religionslehrerinnen Heidi Fritz und Kerstin Kolbe-Vennemann

Ende Juni 2026 war es wieder so weit: Schülerinnen und Schüler unserer Religionskurse hatten die besondere Gelegenheit, an einem einzigartigen internationalen Workshop teilzunehmen. Im Rahmen des Nord-Süd-Schulprojekts des Service Civil International (SCI) besuchte eine Gruppe junger Freiwilliger aus aller Welt unsere Schule in Moers – und sorgte für einen unvergesslichen Projekttag.

Unter der engagierten Begleitung der Lehrerinnen Kerstin Kolbe-Vennemann und Heidi Fritz nahmen die Schülerinnen und Schüler an interaktiven Workshops teil, die auf Englisch durchgeführt wurden und Themen rund um Klimagerechtigkeit und soziale Ungleichheit in den Mittelpunkt stellten.

„Turn your world upside down!“ – Ein Projekt mit Weltblick

Das SCI-Schulprojekt 2026 steht unter dem Motto „Turn your world upside down!“ – und genau das erlebten unsere Schülerinnen und Schüler an diesem Tag. Junge Erwachsene aus Kambodscha, Sri Lanka, Nigeria, Peru, Thailand, Togo, Vietnam, Mexiko, Italien und Deutschland brachten ihre persönlichen Perspektiven mit in den Unterricht und machten globale Zusammenhänge hautnah erlebbar.

„Turn your world upside down!“ – Das Motto des Schulprojekts 2026

Klimakrise und Klassismus – Wer trägt welche Verantwortung?

Die zentralen Fragen des Workshops lauteten: Wer trägt wie viel Verantwortung für die Klimakrise? Wer ist wie stark von den negativen Folgen des Klimawandels betroffen? Und wie verstärken Klimakrise und Klassismus gemeinsam soziale Ungerechtigkeiten?

Der Globale Norden trägt historisch gesehen und auch heute noch in weit größerem Maße zum Klimawandel bei als der Globale Süden – und doch leiden Menschen im Globalen Süden viel stärker unter seinen Folgen. Diese Ungerechtigkeit wurde im Workshop konkret und persönlich: Die internationalen Gäste berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen, und die Schülerinnen und Schüler diskutierten gemeinsam mit ihnen über Handlungsstrategien und Gerechtigkeit.

Aktiv, interaktiv, unvergesslich

Die Workshops wurden mit Methoden der non-formalen Bildung gestaltet: Rollenspiele, Diskussionen, kreative Gruppenarbeit – und viel Bewegung. Anstatt passiv zuzuhören, wurden die Schülerinnen und Schüler eingeladen, sich aktiv einzubringen, Fragen zu stellen und ihre eigene Haltung zu reflektieren.

Lebhaftes Miteinander beim Workshop

Interaktive Übungen zur Klimagerechtigkeit mit den internationalen Gästen

Gemeinsam ins Gespräch kommen – Schülerinnen und Schüler im Austausch

Religionsunterricht und globale Verantwortung

Dass Religionskurse für diesen Workshop ausgewählt wurden, ist kein Zufall: Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung, Solidarität und dem Umgang mit der Schöpfung sind zentrale Anliegen des Religionsunterrichts. Der Workshop bot eine lebendige Verbindung zwischen diesen theologischen Grundfragen und aktuellen globalen Herausforderungen.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie engagiert unsere Schülerinnen und Schüler diskutiert haben – und wie sehr der direkte Austausch mit Gleichaltrigen aus anderen Teilen der Welt etwas in ihnen bewegt hat“, so Heidi Fritz und Kerstin Kolbe-Vennemann.

Über den SCI

Der Service Civil International (SCI) ist eine internationale Freiwilligenorganisation mit rund 40 nationalen Zweigen und Partnern in über 90 Ländern. Seit 1920 setzt sich der SCI durch Freiwilligeneinsätze in internationalen Gruppen für Frieden, interkulturelle Verständigung, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung ein. Das kostenfreie Schulprojekt wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sowie dem Kinder- und Jugendplan des Bundes.

Weitere Informationen: www.sci-d.de