Karibisches Flair am Gymnasium in den Filder Benden: In diesem Schuljahr konnte erstmals ein deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée Victor Schœlcher organisiert werden. Die Schule befindet sich auf der französischen Karibikinsel Martinique, einem französischen Überseedepartement – und damit zugleich Teil Europas.



Den Auftakt des Austauschs bildete der Besuch der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen Seconde und Première (10. und 11. Klasse), die gemeinsam mit ihren beiden Deutschlehrerinnen acht spannende Tage in Moers verbrachten. Der Gegenbesuch der deutschen Gruppe ist bereits geplant: Ende Januar geht es für unsere Schülerinnen und Schüler nach Martinique – mitten in der schönsten Reisezeit der Karibikinsel.
Die Woche in Moers war für alle Beteiligten eine besondere und bereichernde Erfahrung. Die Gäste aus Martinique lebten in den Familien ihrer deutschen Austauschpartnerinnen und -partner, nahmen gemeinsam am Unterricht teil und lernten so den deutschen Schulalltag kennen. Auch außerhalb der Schule verbrachten die Jugendlichen viel Zeit miteinander und knüpften schnell neue Freundschaften.
Für ein abwechslungsreiches Programm war ebenfalls gesorgt: Bei einer Stadtrallye entdeckten die Gäste Moers, ein Ausflug zur Zeche Zollverein mit anschließender Currywurst durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie der Besuch der aktuellen Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen und ein gemeinsamer Aufenthalt im Westfield Centro. Ein weiterer Höhepunkt war der gemeinsame Tag in Köln.
Besonders eindrucksvoll war der Europatag am Freitag: Die Schülerinnen und Schüler aus Martinique präsentierten ihre Insel, ihre Kultur und das französische Schulsystem und ermöglichten spannende Einblicke in ihren Alltag. Beim anschließenden gemeinsamen Abschlussgrillen mit den Familien klang die ereignisreiche Woche in gemütlicher Atmosphäre aus.
Bis zum Wiedersehen Ende Januar bleiben die Jugendlichen weiterhin in Kontakt und freuen sich schon darauf, das Leben ihrer Austauschpartnerinnen und -partner auf Martinique kennenzulernen. Im Rahmen des Rückbesuchs soll außerdem ein offizieller Partnerschaftsvertrag zwischen dem Gymnasium in den Filder Benden und dem Lycée Victor Schœlcher unterzeichnet werden. Damit soll der regelmäßige Austausch langfristig gefestigt werden – ein bedeutender Schritt, über den sich die Fachschaft Französisch ganz besonders freut.
Ein herzlicher Dank gilt allen Gastfamilien, die diese besondere Austauschwoche möglich gemacht haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich beim Förderverein für die Unterstützung des gelungenen Abschlussgrillens.
Text & Fotos: Ines Ceraulo
Matteo Barner (Q1)
Der Martinique Austausch hat mir wirklich sehr viel Bedeutet. Nicht nur, dass alle Ausflüge und Aktionen Spaß gemacht haben und wir uns alle echt gut verstanden haben, ich habe neue Freunde gefunden, die ich garnicht erwarten kann im nächsten Jahr auf Martinique wieder zusehen.
Am Besten hat mir unser Tag in Oberhausen gefallen. Wir waren erst im Gasometer und haben uns die aktuelle Ausstellung angeschaut und danach sind wir ins Centro und haben wirklich so einige Läden unsicher gemacht. Der Tag war sehr lang, aber es hat unfassbar Spaß gemacht.
Insgesamt bietet der Austausch sowohl für die eigenen Französischskills als auch für neue Freundschaften und eine schöne Zeit eine tolle Chance. Und ich meine wer kann sich was schöneres Vorstellen, als mit seinen Freunden nach Martinique zu fliegen und seine Gastschüler aus dem letzten Jahr wieder zusehen.
Atakan (EF)
Der Martinique-Austausch 2026 war sehr schön. Wir haben neue Erfahrungen gesammelt und viele neue Personen kennengelernt. Doch welche Unterschiede gab es genau zwischen Martinique und Deutschland? Zum einen das Wetter. Die Temperaturen dort liegen im Durchschnitt bei ca. 30 °C und das Klima ist sehr schwül. Es gibt keine Regentage, sondern eher Regenminuten. Außerdem gibt es einige Schüler, die mit dem Boot zur Schule kommen.
Der Alltag mit den Gästen war ebenfalls sehr schön. Wir haben uns alle bemüht, den Gästen zu zeigen, wie ein normaler Alltag in Deutschland aussieht, und wir hoffen, dass sie gut in die deutsche Kultur eintauchen konnten. Teilweise war es schwer, Programm für die Austauschschüler zu finden, doch dank der Schule wurde auch dieses Problem behoben, da wir alle viel zusammen unternommen haben.
Wir waren in Essen in der Zeche Zollverein, im Gasometer, im Centro und ebenfalls in Köln. Ich würde sagen, dass die Austauschschüler viel Abwechslung im Alltag hatten. Am meisten freuen wir uns auf das Meer, wenn wir die Leute aus Martinique besuchen. Wir freuen uns auf das warme Wetter und ebenfalls darauf, eine neue Kultur kennenzulernen.
Wir bleiben mit unseren Austauschschülern über WhatsApp in Kontakt, damit wir uns jederzeit austauschen können und weiterhin in Kontakt bleiben.
Diese Erfahrungen zu sammeln, war wirklich toll, und wir können es jedem empfehlen, der Lust darauf hat, an einem Austausch teilzunehmen.
Marie Kirschstein (Q1)
Letzte Woche hatten wir Besuch von Austauschschülern aus Martinique. Ich selbst hatte eine Austauschschülerin namens Eva bei mir zu Hause. Sie war 16 Jahre alt und hatte ungefähr die gleichen Interessen wie ich, wodurch wir uns direkt gut verstanden haben. Es war eine total schöne Erfahrung, sie bei uns zu haben und gemeinsam Zeit mit ihr zu verbringen.
Am meisten geprägt hat mich der internationale Austausch mit den Schülern aus Martinique. Es war sehr spannend zu erfahren, wie ihr Alltag aussieht, was sie erleben und welche Unterschiede es zu unserem Leben gibt. Besonders gefallen haben mir auch die gemeinsamen Ausflüge. Vor allem Köln fand ich richtig schön. Ein besonderes Erlebnis war außerdem, dass meine Austauschschülerin bei der Konfirmation meiner Schwester dabei war. Dadurch wurde das Familienfest noch internationaler und meine Familie hat sich ebenfalls sehr für sie interessiert.
Unterschiede gibt es natürlich viele, vor allem wegen des Wetters und der klimatischen Bedingungen auf Martinique. Auch die Esskultur ist dort ganz anders, was ich sehr interessant fand. Gleichzeitig haben wir aber auch viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Besonders die Offenheit, die Freude am Reisen und unsere ähnlichen Interessen haben uns verbunden.
Der Alltag mit den Besuchern war insgesamt sehr schön. Wir hatten zwar ein volles Programm und deshalb nicht so viel Zeit zu Hause, aber die gemeinsame Zeit haben wir intensiv genutzt. Wir haben viel geredet, zusammen gegessen, gespielt und sehr viel gelacht.
Auf den Rückbesuch freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt darauf, ihr Leben auf Martinique kennenzulernen und all die Orte zu sehen, von denen sie erzählt hat. Besonders freue ich mich auf die Schule dort, das Meer, den karibischen Flair und die wunderschöne Umgebung.
Mit meiner Austauschschülerin möchte ich auf jeden Fall weiterhin in Kontakt bleiben – vor allem über WhatsApp und Social Media. Ich hoffe, dass wir viel schreiben, telefonieren und uns vielleicht auch außerhalb des Schüleraustauschs irgendwann wieder besuchen können.
Kerstin Kolbe-Vennemann:
Von der Gemeinschaft des ganzen GFB , allen Gasteltern, Schülerinnen und Schülern und GANZ BESONDERS der Initiatorin, Fachlehrerin Spanisch, Ines Ceraulo herzlichsten Dank für die Organisation und unermüdlichen Einsatz! Der Austausch hat uns alle bereichert.



